Hintergrund Interkulturelle Öffnung

Das Projekt "interkulturelle Öffnung der Frauenklinik am Klinikum Fulda ist das in Kooperation mit dem Klinikum Fulda und beschäftigt sich auch wie das vorangegangene Projekt mit der Verbesserung der Bedingungen für (werdende) Familien mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund. Satzungsgemäß beinhaltet die Stiftungsarbeit auch die Verbesserung der gesundheitlichen Aufklärung und Begleitung von werdenden Eltern.

Die  Zuwanderung in die Region stellt die Ärztinnen und Ärzte  und die Pflegekräfte im Krankenhausalltag vor neue Herausforderungen: Ungewohnte, kulturell bedingte Verhaltensweisen der Patientinnen und Patienten und auch der Angehörigen, erfordern neue patientengerechte Vorgehensweisen 

„Neuzugewanderten Patientinnen und Patienten ist oft nicht bewusst, was sie von einem Krankenhaus erwarten können und was nicht, oder welche Regeln auf den Stationen gelten“, so Priv.-Doz. Dr. Thomas Hawighorst, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Fulda..

Gleichzeitig kann das Klinikpersonal noch besser auf die kulturelle Vielfalt vorbereitet werden. Relevanten Informationen über kulturelle Besonderheiten und Gemeinsamkeiten sind nicht vorhanden, so dass unnötige Irritationen auftreten. Diese sorgen für Unsicherheiten und können zu Konflikten führen.

Besonders im sensiblen Kontext der Frauenklinik, die einen besonderen Zugang zu den Menschen darstellt, wird deutlich, dass neue Wege der gegenseitigen Informationsvermittlung gefunden werden müssen.

Die komplexen Abläufe im Klinikalltag können dadurch erleichtert, Spannungen verringert, das vorhandene Überlastungsgefühl reduziert werden damit auch weiterhin eine gute Medizin und Betreuung der Patientinnen  gewährleisten werden kann.

Die Deutsche Familienstiftung, die sich im Rahmen des vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HSMI) geförderten Projekts ausführlich mit der Situation der zugewanderten Bevölkerung, insbesondere den werdenden Eltern, auseinandersetzt, wird zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund um Priv.-Doz. Dr. Thomas Hawighorst an der Optimierung der Betreuung von Frauen und werdenden Eltern in der „Schlüsselklinik“ auch für Familien mit ausländischen Wurzeln arbeiten.

„Die Schwerpunkte des Projektes sind definiert,“ so André Eydt, Vorstand Administration: „der Aufbau und die Etablierung einer Fachstelle „Interkulturelle Öffnung“ sowie relevantem Wissensmanagement, Durchführung einer Ist- und Bedarfsanalyse zur Definierung von Handlungsoptionen, Entwicklung und Übersetzung relevanter Informationsmaterialien und mehrsprachiger Informationsveranstaltungen, ein Qualitätsmanagement mit Reflexion bestehender Qualitätskriterien sowie der Austausch mit relevanten Netzwerken und Vertretern betroffener Ethnien.“

Zielgruppen des Projektes sind daher Patienten sowie junge Familien mit und ohne Migrationshintergrund und deren Angehörige. Ebenso Pflege- und medizinisches Personal der gynäkologischen Abteilung und des Geburts- und Perinatalzentrums sowie ehrenamtliche Aktive in der Flüchtlingsarbeit, die mit schwangeren Paaren und jungen Familien arbeiten.

„Mit Priv.-Doz. Dr. Thomas Hawighorst und  seinem Vorgänger, Prof. Dr. Ludwig Spätling als 1. Vorsitzender der Deutschen Familienstiftung, ist eine kompetente Leitung gewährleistet und die besten Voraussetzungen für ein Gelingen des Projektes geschaffen. “, so Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstandssprecher des Klinikums Fulda.

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